5./Pionierbataillon 3 - Pioniere der Unterelbe e.V.

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Pionierbrücke
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5./Pionierbataillon 3

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Pioniermaschinen und Brückenkompanie (seit 1972, zuvor 6./Kompanie)

Die Kompanie entstand 1967 noch in Harburg durch Umgliederung innerhalb des Bataillons als 6./Kompanie. Sie bestand aus Kompanieführungsgruppe, einem Brückenzug mit dem Brückengerät des Bataillons sowie Übersetzgruppe und Tauchergruppe und einem Pioniermaschinenzug. In ihr dienten etwa 150 Soldaten.

Das Bataillon war nach Abgabe des Hohlplattenbrückengeräts 50/80 1970 und Auflösung der Amphibischen Pionierkompanie 1972 nur noch mit zwölf Sätzen Schlauchbootbrückengerät 16/30/50 auf jeweils drei LKW ausgestattet. Damit konnten Schwimmbrücken von etwa 125 m Gesamtlänge gebaut werden. Das Gerät war dazu der Pionierkompanie zuzuführen, die mit dem Brückenschlag beauftragt war.

1980 wurde diese Ausstattung durch das Faltschwimmbrückengerät auf 26 LKW für 135 m Gesamtbrückenlänge abgelöst. Dieses Brückengerät war schnell und auch taktisch beweglich einzusetzen. Es benötigte nämlich keinen Fährenbau und keine Verankerung mehr, nur wenig Platz am Gewässer und konnte in sehr kurzen Zeiten ein- und ausgebaut werden (1,5 Stunden für 100 m Brücke).
Vor allem aber: Es wurden keine Kräfte der Pionierkompanien mehr zum Bau benötigt. Der Brückenzug transportierte das Gerät nicht mehr nur; er führte nun auch die Brückenschläge durch. Damit war das Bataillon endlich in der Lage, einen Übergang über Gewässer unter gefechtsmäßigen Bedingungen und in taktisch vertretbaren Zeiten sicherzustellen.

Die Übersetzgruppe des Brückenzugs führte Gerät für Festbrücken, 50 m Schnellbaustraße und leichte Übersetzmittel (20 Sturmboote, 20 Schlauchboote, 144 m Schwimmsteg) zum Überwinden von Gewässern durch die Kampftruppen der Division.
Die Tauchergruppe des Brückenzugs diente zur Erkundung und zur Unterstützung von Pioniereinsätzen an und in Gewässern.

Der Pioniermaschinenzug verfügte neben Stromerzeugern, Drucklufterzeugern und Schweißgeräten über eine Ausstattung mit schweren Pioniermaschinen: Planierraupen 60 PS auf Gleitkippern, Autokräne 13to, Feldarbeitsgeräte, Erdhobel und Kipper 7to.
Die Ausstattung des Bataillons mit modernerem Großgerät begann 1978 als mit neuen Dreiseitenkippern die ersten Kraftfahrzeuge der so genannten Folgegeneration eintrafen. Sie hatten eine wesentlich höhere Leistung, verbessertes Raumangebot und feste, geschlossene Führerhäuser.

In der Folgezeit wurde auch die Ausstattung mit Pioniermaschinen erneuert: Radplaniergeräte und Schwenklader lösten die längst veralteten Erdhobel, Feldarbeitsgeräte und Planierraupen ab.


Personalaufstellung Führungs- und Funktionspersonal: siehe “Personal


Als Amphibische Pionierkompanie (bis 1972) - Fotos AMPHIBIE

Nach Umgliederung innerhalb des Bataillons entstand 1967 noch in Harburg die Amphibische Pionierkompanie. Sie war zunächst weiterhin mit 100m Hohlplattenbrückengerät 50/80 ausgestattet – einem einfachen und robustem; jedoch schweren und deshalb nicht von Hand zu bauendem Gerät, das eigentlich für die Pioniere der Korpsverfügungstruppen gedacht war. Auch seine Verlastung auf 25 LKW mit Anhängern machte es taktisch sehr schwerfällig.

Ab Ende 1970 wurde es von 12 neu entwickelten amphibischen Brücken- und Übersetzfahrzeugen für etwa 100 m Schwimmbrücke abgelöst. Diese so genannte Amphibie war erstmals ein selbständig, d.h. ohne Kräfte der Pionierkompanien zum Fährenbau, einsetzbares und in ausreichend tiefen und breiten Gewässern schnelles und wendiges Gerät. Es benötigte außerdem keine Fährenbaustellen und keine Verankerung mehr.

Der Zeitbedarf für den Bau von Übergängen über geeignete Gewässer war sehr gering (1,5 Stunden für 100 m Brücke gegenüber 6 Stunden mit dem Schlauchbootbrückengerät 16/30/50 oder dem Hohlplattenbrückengerät 50/80).

Allerdings stellte sich bald heraus, dass dieses Gerät für einen Einsatz unter gefechtsmäßigen Bedingungen in einem Divisionsgebiet nur bedingt geeignet war. Zudem machte es seine hohe Technik empfindlich und schadanfällig. 1972 wurde diese Kompanie deshalb bereits wieder aufgelöst.
Personal und Material wurden zur Aufstellung des Amphibischen Pionierbataillons 130 in Minden, einer Verfügungstruppe des I. Korps, herangezogen.

Personalaufstellung Führungs- und Funktionspersonal: siehe “Personal

Pioniere der Unterelbe e.V.
Stand: 04.07.2017
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