3./Pionierbataillon 3 - Pioniere der Unterelbe e.V.

Pioniere der Unterelbe e.V.
Traditionsverein der ehemaligen Stader und Hamburg-Harburger Pioniereinheiten
Pionierbrücke
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

3./Pionierbataillon 3

Verbände & Einheiten > Pionierbataillon 3
Pionierkompanie   (1959 - 1992)

Vor einer Mobilmachung verfügte das Bataillon über zwei Pionierkompanien gleicher Gliederung und Ausstattung. Sie bestanden aus Kompanieführungsgruppe, drei Pionierzügen und einer Teileinheit mit Pionierkampfmitteln und Geräten. Bis Anfang der 70er Jahre war dies noch ein Pionierkampfmittel- und -maschinenzug gewesen, der zusätzlich mit einer 60 PS-Planierraupe auf einem sog. Gleitkipper und einem Autokran 4 to ausgestattet war.

In den Pionierkompanien dienten jeweils etwa 120 Soldaten. Sie wurden grundsätzlich im Wasserdienst, im Sperrdienst und im Baudienst ausgebildet.
Die Ausbildung an und auf Gewässern („Wasserdienst“) umfasste den Einsatz der leichten Übersetz- mittel des Bataillons (Schlauchboote, Sturmboote, Schützenschwimmsteg) und den Bau von Fähren und Schwimmbrücken mit dem Brückengerät des Bataillons.

In der Sperrausbildung („Sperrdienst“) erlernten die Pioniere zunächst die Einzeltätigkeiten zum Verlegen und Räumen von Panzer- und Schützenminen (später Minen der 1. Generation genannt). Diese Fertigkeiten wurden dann im Anlegen und Überwinden von Minensperren unterschiedlicher Art und Ausdehnung angewandt. Darüber hinaus wurden die Pioniere im Sprengen mit den militärischen Spreng- und Zündmitteln ausgebildet. Diese Kenntnisse wurden vor allem für das Anlegen oder Verstärken von Hindernissen (z.B. durch Brückensprengungen) benötigt. Dazu kam das Laden und Zündfertigmachen der Anlagen, die in einem System baulich vorbereiteter Sperren von der damaligen innerdeutschen Grenze bis etwa zur Weser angelegt waren. Diesem und dem Ergänzen des vorbereiteten Sperrsystems durch schnell verlegbare Minensperren – vor allem gegen Panzer – kam seit den 70er Jahren immer grössere Bedeutung zu. Dazu wurde ab 1986 durch Ausstatten der Pionierkompanien mit jeweils zwei Minenwurfsystemen SCORPION und zwei neuen Minenverlegesystemen 85 der Minenkampf modernisiert, d.h. anstelle der zeitaufwendigen Handarbeit des Pioniers trat das maschinelle Werfen und Verlegen von Minen (nun Minen der 2. Generation) in grosser Zahl und kurzer Zeit.

Zur Förderung der Bewegungen der eigenen Truppe („Baudienst“) wurde im Bau von Festbrücken mit Brückengerät, von Behelfsbrücken sowie von Behelfs- und Feldstrassen (z.B. Zu- und Abfahrtswege zu Brücken- und Fährstellen oder Herrichten von Furten) ausgebildet. Dazu kam der Bau von Feldbefestigungen zur Unterstützung der Kampftruppe.

Der Schwerpunkt der Ausbildung der Pionierkompanien verlagerte sich seit den 70er Jahren vom Wasserdienst zum Sperrdienst. Ermöglicht wurde dies vor allem seit 1980 durch die Ausstattung des Pionierbataillons mit einem neuen Brückengerät, der Faltschwimmbrücke. Sie benötigte keine Kräfte der Pionierkompanien mehr für einen personal- und zeitaufwendigen Fährenbau und zum Einsatz auf dem Wasser. Zugleich nahm die Bedeutung des Baudienstes in den Pionierkompanien immer mehr ab – nicht zuletzt durch eine verbesserte Ausstattung des Bataillons mit Pioniermaschinen. Im Bau von Behelfsbrücken wurde schliesslich überhaupt nicht mehr ausgebildet. Dies lag an der Einführung einer unpraktikablen Vorschrift und an der Tatsache, dass Holz des Behelfsbrückenbausatzes auf dem Landübungsplatz aus Kostengründen dazu nicht mehr genutzt werden durfte.

Der Baudienst war darüber hinaus Hauptaufgabe der schweren Pionierbataillone der Korpsverfügungstruppen geworden.

Die Gemeinde Hechthausen und die Kompanie pflegten eine langjährige Patenschaft.

Personalaufstellung Führungs- und Funktionspersonal: siehe “Personal
Pionierkompanie
Antreten der 3./ Kompanie zum Bataillonsappell im Technischen Bereich.
Kompaniechef: Hptm Treuse


Pioniere der Unterelbe e.V.
Stand: 04.07.2017
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü